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Sendetermine: 7. bis 11. September 2009, 8.30 bis 9.00 Uhr
Tumschuk ist im Januar 1979 auf dem Weg zu seinem Vater, als seine Geliebte, die eigentliche Ich-Erzählerin des Romans, bemerkt, dass sie schwanger ist. Als sie einen Brief von ihm erhält, in dem er ihr mitteilt, dass sein Vater im Lager umgebracht wurde und dass er sich nun auf die Suche nach dem Sutra macht, lässt sie eine Abtreibung vornehmen und kehrt in ihre Heimat Frankreich zurück.
Aus Treue zu Tumschuk studiert die junge Frau Tibetisch und versucht ihrerseits, dem fehlenden Teil des Sutra von Frankreich aus auf die Spur zu kommen. Doch im Herbst 1983 entschließt sich die Ich-Erzählerin, mit diesem Teil ihres Lebens abzuschließen. Sie schreibt sich für afrikanische Studien ein, und ein Jahr später geht sie für eine Hilfsorganisation nach Mali. Im Sommer 1985 fährt sie auf einem Kahn mit Schulmaterial für eine abgelegene Region den Niger hinunter. Allerdings hat sie es doch nicht lassen können, ihr Schiff Tumschuk zu taufen und den Namen in tumschukischer Schrift auf eine Flagge zu malen, die sie auf der Brücke hisst.
Nachdem das afrikanische Abenteuer daran gescheitert ist, dass sie schwer an Malaria erkrankte und in ihre Heimat Frankreich ausgeflogen werden musste, hat sie sich über den Umweg des Hebräischen wieder ihren orientalistischen Studien zugewandt. Sie arbeitet inzwischen als Chinesisch-Lehrerin in Nizza. Das Schicksal ihres chinesischen Geliebten Tumschuk und seines Vaters, des Gelehrten Paul d’Ampère, lässt sie weiterhin nicht los.
Sie reist nach Birma, in Wirklichkeit wieder angesteckt vom alten Jagdfieber nach dem verschollenen Sutra. Eines Tages, in der französischen Botschaft in Rangun, fällt ihr ein Buch in die Hand, das ihr einen wertvollen Hinweis liefert. Es handelt sich um die Biographie eines früheren Botschaftsbeamten.
Die junge Französin landet in einem buddhistischen Kloster in Pagan. Sie hat erfahren, dass ihr früherer Geliebter Tumschuk hier inzwischen Kloster-Vorsteher geworden ist. Doch er ist auf Reisen, und glücklicherweise erlauben ihr die Mönche zu bleiben. Sie erfährt,das Tumschuk in Japan mit einem falschen Pass verhaftet worden ist. Nach wie vor war er auf der Suche nach dem fehlenden Textteil. Die Französin will sich von China aus um seine Freilassung bemühen. Auf dem Weg zum Haus seiner Mutter am Nordtor der Verbotenen Stadt ist sie entsetzt über die Veränderungen, die Peking seit ihrem Studienaufenthalt vor elf Jahren durchgemacht hat. Es ist eine moderne Großstadt mit westlichen Konsumtempeln geworden.
Der Blick in die literarische Werkstatt und in neue Bücher namhafter Autoren, mit Einführung.