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Hörspielcollage zum 150. Geburtstag von Anton Tschechow
Übersetzung aus dem Russischen: Peter Urban
Regie: Irene Schuck
Mit Hermann Lause, Felix von Manteuffel, Friedhelm Ptok, Jens Wawrczeck, Walter Renneisen, Philipp Schepmann, Helmut Stange, Kathrin Angerer, Anne Weber, Hille Darjes, Katharina Matz u. a.
NDR 2003 | 58 Min.
"Der Weg des Schreibenden ist von Anfang bis Ende mit Dornen, Nägeln und Brennnesseln bestückt." Die drastischen Warnungen "seines Pädagogen", gerichtet an einen Schüler, der von der Idee, Schriftsteller zu werden, auf keinen Fall ablassen will, fielen bei ihm nicht auf fruchtbaren Boden.
Mit unzähligen Humoresken und Satiren, die nicht länger als 100 Zeilen sein durften, gelang es dem blutjungen Anton Tschechow, das Lachen als Lebensform, Lachen auch über sich selbst zu einer literarischen Überlebenstechnik zu verfeinern. In den frühen, am Ende des 19. Jahrhunderts entstandenen grandiosen Textminiaturen erweist sich Tschechow als Urvater der russischen Groteske und des absurden Humors. Als strukturierender Kompass ihrer Hörcollage diente Irene Schuck Tschechows Zeichnung der Lebensalter des Menschen von der Geburt bis zum Tod.
Anton Pawlowitsch Tschechow, am 29.1.1860 im südrussischen Taganrog geboren, gilt als der bedeutendste russische Erzähler und Dramatiker des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Mit Stücken wie "Onkel Wanja", "Die drei Schwestern" und "Der Kirschgarten" wurde er weltberühmt. An Tuberkulose erkrankt, starb er während eines Kuraufenthaltes im Schwarzwald am 15.7.1904 in Badenweiler.
Das Programm in der Übersicht - nach Themenschwerpunkten sortiert.
Gute Geschichten, erstklassige Regisseure und die Stimmen bekannter Künstler - das Hörspiel auf NDR Kultur. Mittwochs 20.05 bis etwa 21.00 Uhr.
Kriminalhörspiele und politische Themen stehen auf dem Programm.
Eine Übersicht des aktuellen Angebots aller Hörspiele im NDR.