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Mit der Magie des Meeres beginnt Angelika Taschen ihren farbigen Streifzug entlag der Küste. Was alle abgebildeten Häuser miteinander verbinde, schreibt die Kunsthistorikerin im Vorwort, sei, dass das Meer bei jedem Haus, bei jedem Palast, bei jeder Fischerhütte, die Hauptrolle spiele. Es dominieren die "sonnigen" Ränder des Meeres. Auch wenn die Reise im eher wolkenverhangenen Norwegen beginnt, wo sich moderne Holzarchitektur teils kantig, teils organisch vom Wald in den Fjord schiebt. Eher zusammengezimmert aber mit Liebe über Jahre ausstaffiert wirken die Ferienhäuser am englischen Dungeness Beach, die allesamt mit Teer gestrichen wurden. Was ihnen, zumindest äußerlich jene Anmutung von Tristesse verleiht, die man gemeinhin mit dem englischen Wetter verbindet.
Und nun nähern wir uns jenen Gefilden, die steingewordne Träume am Meer beherbergen. Italienische Palazzi überschauen azurne Buchten, hinter weißen Säulen strahlt der blaue Himmel. Wir entdeckten in Steilküsten gehauene alte Gemäuer, wie das nahe Portofino gelegne Ferienhaus des amerikanischen Künstlers Kris Ruhs. Das die unendliche Weite des Horizontes mit durchdachtem, vor allem Schwarz-weißem Innendesign verbindet. Zu einer solch schlichten Farbkombination konnten sich die beiden Designer Dolce und Gabbana in ihrem Palazzo nicht bequemen. Die Fülle an großformatigen Blütentapeten, goldgerahmten Spiegeln und Leopardenfellsofas, sowie ein komplett mit Goldmosaik verziertes Schlafzimmer mit angrenzendem Bad, verschlagen einem den Atem.
Von Griechenland aus reisen wir einmal über den Atlantik nach Long Island und New York, bis hinunter nach Südamerika, immer entlang der Küste. Nach viel, manchmal überdesigntem Wohnchic, erholt sich das Auge beim Anblick des Hauses von Rudolf Nurejew. Wind und Wetter, die stürmische See haben das Holz der riesigen Terrasse gegerbt und der Farbe der umgebenden Hügel angeglichen. Die Einrichtung stammt aus allen Teilen der Welt. So gehörte die Küchentheke ursprünglich in eine englische Kurzwarenhandlung.
Nach Visiten in Lateinamerika und Australien führt die letzte Station des Buches nach Neuseeland. An einer wildüberwucherten Küste hat sich der Architekt Ken Crosson ein schlichtes "Haus am Meer" gebaut. Die Seiten des containerartigen Holzquaders lassen sich ausklappen und sind somit variable Veranden. Das letzte Bild zeigt die wohl schönste Idee, die sich ein Küstenbewohner hat einfallen lassen: Eine Badewanne, die man auf die aufgeklappte Veranda rollen kann. Mit dem Blick auf den weiten Horizont und vorbeiziehende Schiffe in einem warmen Bad sitzen: der Gipfel des Wohnens am Meer.
Die Sendung stellt bekannte und weniger bekannte Reiseziele rund um die Welt vor.